Wetterschacht mit Schachtanlage
Nach dem Verfüllen des alten Wetterschachtes in der Sauhülle am hinteren Erzberg wurde 1934 daneben der neue Wetterschacht gegraben. Der Schacht diente hauptsächlich zur Versorgung der unterirdischen Bergbauten mit Frischluft sowie zur Beförderung von Grubenmaterial und tauben
(nicht nutzbaren) Gestein. 1940 bekam die Schachtanlage einen Anschluss an die Feldbahn die vom Barbaraschacht zum Karlschacht führte.
Nach Einstellung des Erzabbaus wurden 1966 die Gebäude abgebrochen sowie der Schacht verfüllt und anschließend mit einem Betondeckel verschlossen.
Wetterschacht und Abbausohlen
Seit mindesten 1875 gab es am hinteren Erzberg einen alten Wetterschacht, der wegen der Lage auch "Sauhüllenweiher-Schacht" genannt wurde. Um das Erz auch in diesem Bereich noch abbauen zu können, wurde der alte Schacht verfüllt und 1934 östlich davon ein 95 m tiefer neuer Wetterschacht gegraben. Grubenmaterial, taubes Gestein und Erze mussten zu diesem Zeitpunkt aber umständlich über Blindschächte zur 42m- und 56m-Sohle (III. Tiefbausohle) zum Barbaraschacht gebracht werden. Erst mit der Förderanlage und dem Anschluss an die Feldbahn konnte ab 1940 der Transport zumindest teilweise über Tage erfolgen. Durch die 1944 fertiggestellte 550 m lange Oststrecke wurde der Transport von und zum Barbaraschacht noch einmal maßgeblich vereinfacht.
Wetterschachtanlage 1940
1940 entstanden am 1934 abgeteuften Wetterschacht ein Schachthaus mit einem 8 m hohem eisernen Fördergerüst und einem Fördermaschinenhaus mit angebautem Trafoturm. Der Schacht diente vorwiegend zur Frischluftversorgung für die unterirdischen Bergbauten und zum Transport von Betriebsmaterialien und kleinerer Mengen tauben Gesteins. Verwertbares Eisenerz wurde darüber nicht gefördert.
1940 bekam die Schachtanlage auch einen Anschluss an die seit 1924 bestehende Feldbahn zwischen Barbaraschacht und Karlschacht.
Wetterschachtanlage 2025
Von der ehemaligen Wetterschachtanlage ist nichts erhalten geblieben. Die Trassenabzweigung der Feldbahn wird durch einen Acker überdeckt. Einzig der Betondeckel des verfüllten Schachtes ist im Herbst und Winter noch sichtbar.
