Seilbahn
Bergbaubetriebe waren durch einen Erlass von 1940 verpflichtet Pingen (durch einstürzende Grubenbauten entstandene Vertiefungen) wieder urbar zu machen. Deshalb musste auch die Pingenlandschaft, in der sog. Sauhülle am hinteren Erzberg, aufgefüllt und rekultiviert werden. Zur Verfüllung wurde 1955 eine Seilbahn von der Luitpoldhütte zur Sauhülle gebaut, die bis 1968 dorthin 330.000 m³ Schutt und Schlacke transportierte. Anschließend wurde die Seilbahn abgebaut.
Seilbahn 1962
Die 970 m lange Seilbahn der Fa. Pohlig lief von der Beladestation in der Luitpoldhütte in gerader Linie über die Äcker und durch zwei eigens geschlagene Waldschneisen bis zur Umkehrstation südlich der Sauhülle. In den Bereichen mit stärker erwarteten Bodensenkungen, bedingt durch den über Jahre erfolgten unterirdischen Abbau, wurden die insgesamt 8 Seilbahnstützen in kürzeren Abständen angeordnet. An der höchsten Stelle der Seilbahn wurden in einer Vorrichtung die Tragseile über Gewichte vorgespannt.
Seilbahn 2025
Außer drei Betonfundamenten für die Seilbahnstütze direkt neben dem Erzweg und am Zugang zur Sauhülle, ist von der Seilbahn nichts erhalten geblieben. Die Schneisen im Wald sind zugewachsen und nicht mehr erkennbar. Das Grundstück an der Dr.-Robert-Strell-Straße, über das die Seilbahn führte, ist bebaut. Der aufgefüllte Bereich der Sauhülle ist nun als Biotop registriert.
