Theresienstollen

Der Theresienstollen geht auf einen Erbstollen aus dem Mittelalter zurück. Durch ihn wurden damals Grubenbaue erschlossen, Erz gefördert und das anfallende Grubenwasser in die Vils abgeleitet. Als tiefst gelegener Stollen im Erzberg "erbte" er alle Rechte zur Wasserableitung. Als Gegenleistung für den Bau des Erbstollens erhielt der Besitzer einen Anteil am geförderten Erz. Dieser Erbstollen wurde 1818 aufgewältigt (wieder nutzbar gemacht) und bis 1842 zum Theresienstollen ausgebaut. Der Stollen führte 74 m unter der Barbaraschachtöffnung durch den Erzberg bis zu seinem Mundloch in der Sulzbacher Straße. Nach Einstellung des Bergbaus 1964 wurde der Theresienstollen 1967 zugenauert.

Stollen

Der Theresienstollen wurde 1842 fertiggestellt und hatte bis zum Barbaraschacht eine Länge von 750 m. Der Eingangsbereich wurde in mit Beton und Formsteinen, der Rest in Holzbauweise mit eisernen Kappschienen zur Stützung der Stollendecke ausgeführt.

Der Stollen diente ursprünglich zur  Wasserhaltung, zur Bewetterung, zum Einfahren (Eingehen) der Bergleute und zur Erzförderung. Mit dem Bau des Barbaraschachtes 1883 und dem Bau des Luitpoldstollens 1889 wurde das Erz dann vorwiegend über diese beiden Bauten direkt zum Hochofen transportiert.

Mundloch

Am 19. Juni 1964 wurde im Theresienstollen die letzte Schicht gefahren und das Mundloch 1967 zugemauert. Hier standen in unmittelbarer Nähe eine Waschkaue, eine Bethalle, eine Bergschänke, die Gezähschmiede und der Holzhof. Heute befindet sich der zusätzlich mit einem Gitter verschlossene Stolleneingang frei zugängig im Hinterhof einer Druckerei in der Sulzbacher Straße. 1989 wurde der Eingang in Eigenregie der Bergknappen und 2024 auf Initiative und Kosten von Privatpersonen renoviert und der unbeteiligten Stadt Amberg damit wohl das letzte Zeugnis seiner Bergbaugeschichte geschenkt.