Biotop Deponie
Das durch den Bergbau geprägte Pingengelände am vorderen Erzberg wurde nach Einstellung des Bergbaubetriebes ab 1964 von der Luitpoldhütte als Deponie für Schutt und Schlacke verwendet und bis 1990 mit 1 Mio m² Material etwa 30 m hoch gegenüber der Kleingartenanlage aufgefüllt. Das anschließend anzuwendende Deponierecht verlangte zum Schutz der Umwelt und des Grundwassers eine Sanierung des Geländes, die allerdings erst in 2013 und 2014 durchgeführt wurde. Die Sanierung erfolgte durch eine Oberflächenabdichtung mit einer geregelten Entwässerung in ein Rückhaltebecken. Da wegen der Oberflächenabdichtung keine tiefwurzelnden Gehölze mehr zulässig sind, wurde auf der Deponie eine magere Mähwiese entwickelt.
Magerwiesen entstehen auf trockenen und weniger nähstoffreichen Böden. Sie sind geprägt durch eine artenreiche Pflanzenwelt und bieten vielen Insekten einen geeigneten Lebensraum an.
In dieser großflächigen Magerwiese auf der Deponie gibt es sichtbar größere Bestände von Wiesen-Margeriten, Wiesenkopf oder der Wiesen-Flockenblume, am Rande wächst auch vermehrt die Lupine. Zahlreich sind auch Schmetterlinge und Heuschrecken vorhanden. Die angelegten Steinwälle dienen zudem als Lebensraum für Reptilien und Insekten.
Magergraswiesen sind durch §30 Bundesnaturschutzgesetz und insbesondere durch Art. 23 des Bayerischen Naturschutzgesetzes geschützt.
Durch die erhöhte Lage der Deponie mit der schönen Aussicht auf die Stadt ist sie ein beliebtes Naherholungsziel.
