Bergbau
Der Bergbau umfasst grundsätzlich das Suchen, den Abbau und die Aufbereitung der Erze. Dazu gehört auch das Stilllegen, das Verfüllen und der Rückbau der Bergbauten sowie die Rekultivierung von Abbaugebieten. Die anschließende Bergbaugeschichte, die erwähnten Bergbauten und die Beispiele aus der Bergbautechnik haben ausschließlich einen Bezug zum Erzberg und spiegeln hauptsächlich den Zeitraum ab dem 19. Jh. wider.
Bergbaugeschichte
Archäologische Funde südlich des Erzberges belegen, dass dort bereits seit dem 8. Jh. Eisenerz abgebaut und über Rennöfen schmiedbares Eisen gewonnen wurde. Über mehrere Jahrhunderte entwickelte sich von hier aus ein europäisches Eisenzentrum das als "Ruhrgebiet des Mittelalters" bezeichnet wurde. Kriege, wechselnde Besitzrechte, Streitigkeiten und hoher Konkurrenzdruck führten, mit kurzen Erholungen, zu einem schleichenden Niedergang des Eisengewerbes bis ab dem 19. Jh die Montanindustrie wieder kurzzeitig aufblühte.
Bergbauten
Dazu gehören die am Erzberg unter Tage entstandenen Grubenbaue wie Stollen, Schächte, Strecken, Kammern und Abbauräume sowie die über Tage liegenden Anlagen zur Förderung, Bewetterung und Wasserhaltung.
Die über viele Jahre entstandenen unterirdischen Bergbauten wurden ab 1964 verfüllt oder verschlossen und die dort eingesetzte Technik demontiert. Ab diesem Zeitpunkt wurden auch alle überirdischen Bergbauten abgebrochen, die darin enthaltene Technik und die prägenden Fördertürme demontiert.
Bergbautechnik
Dazu gehören die am Erzberg verwendeten Techniken und Maschinen zum Abbauen, Fördern und Aufbereiten von Eisenerz sowie die zur Wasserhaltung und Bewetterung der Grubenbaue. Von den ehemals betriebenen Maschinen sind am Erzberg keine mehr erhalten geblieben.
