Ludwigschacht mit Schachtanlage

Mit dem Ludwigschacht am vorderen Erzberg begann 1830 mit dem Einsatz einer Dampfmaschine die industrielle Erzförderung. Lange Zeit war er der Hauptförderschacht am Erzberg bis er schließlich 1883 vom Barbaraschacht abgelöst wurde. Die vom Ludwigschacht hinterlassene Pinge wurde von 1963 bis 1964 bereits mit 70.000 t Hochofenschlackensand aufgefüllt.

Ludwigschachtanlage 1830

Der Ludwigschacht wurde 1830 abgeteuft und gleichzeitig  eine dampfbetriebene Fördermaschine zur Wasserhaltung in Betrieb genommen. In den ersten Jahren kam die dafür benötigte Steinkohle aus der Fürstenhofzeche in Amberg. Alte Berichte verweisen darauf, dass hier am Ludwigschacht wohl die erste bayerische Dampfmaschine im Bergbau zum Einsatz gekommen ist. Ab 1850 kamen zwei weitere  Dampfmaschinen hinzu, die auch zur Erzförderung eingesetzt wurden. Wegen Bergschäden und die - für den ersten Hochofen der Luitpoldhütte - nicht mehr ausreichende Förderkapazität wurde 1883 der Ludwigschacht verfüllt, die Gebäude und Maschinen abgebaut oder für die neue Förderanlage am Barbaraschacht verwendet.

Ludwigschachtanlage 2025

Nach der Verfüllung des Ludwigschachtes und dem Abbau der Anlageteile in 1883 wurde 80 Jahre später das durch Einbrüche  entstandene Pingengelände am vorderen Erzberg von der Luitpoldhütte etwa 30 m hoch mit Schutt und Schlacke aufgefüllt. Heute befindet sich über der ehemaligen Schachtanlage die in 2014 rekultivierte Deponie.

Nichts erinnert mehr an den Ludwigschacht, der für den Beginn des industriellen Bergbaus am Erzberg stand.